Deutsche Meisterschaft der Schüler in Hoyerswerda


5. Mai 2012

Die freie Journalistin Christa Schyboll hat es einmal treffend formuliert: "Wenn die Uhren so schnell zu scheinen laufen, dass die Konturen der Zeiger verschwimmen, ist es an der Zeit,..."
...die Matte zu betreten.

Vielleicht hatten Franziska, Lea Charlotte und Vivien nicht genau jenes Bild vor Augen als sie am 5. Mai vor dem viel mächtiger wirkenden Reuterboden direkt gegenüber der Deutschlandfahne standen. Aber vermutlich kreisten durch ihre Köpfe eher Gedanken wie: "Oh Gott, gleich bin ich dran! Hoffentlich steh ich heute alles, immer schön zu den Tönen turnen und nur das Lächeln nicht vergessen."
Und dann war es auch schon so weit, das Kampfgericht ist fertig, der Aufruf des Sprechers und los geht's.

Insgesamt 103 Formationen präsentierten sich an diesem Tag in der Sporthalle des Berufsschulzentrums Hoyerswerda, immerfort unter den prüfenden Augen der Kampfrichter. Mitten drin waren Franziska, Lea Charlotte und Vivien.

Gegen 11 Podeststarterinnen musste Franziska sich beweisen, Lea Charlotte und Vivien sollten 20 Damenpaaren zeigen wo es lang geht - angesichts der starken Konkurrenz, vor allem aus Baden Württemberg und Sachsen, ein schwerer Weg für alle drei.

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Doch Franziska gab alles! Zu Beginn der Übung war ihr die Aufregung noch anzumerken, die choreografische Umsetzung harmonierte noch nicht ganz mit der Musik, was aber mit Verlauf der Übung dann gelang. Sie verzauberte nicht nur die Kampfrichter sondern auch das Publikum mit ihrem Lächeln - wem fiel da schon das kurzzeitig wirre Umstecken der Podeststützen auf. So schnell wie die Nervosität plötzlich wieder überhand genommen hatte, war sie auch wieder verschwunden und Franziska beendete souverän ihre Übung. 

Die Kampfrichter bewerteten die gezeigte Leistung mit 22,950 Punkten und einem guten 8. Platz. Den Titel holte sich Paulina Klement (Faurndau) dicht gefolgt von Selina Brunckhorst und Selina Frey-Sander (beide Hofherrnweiler-Unterrombach).

Lea Charlotte und Vivien begannen ihr Wettkampfprogramm mit der Balance-Übung. Zumindest Vivien war an der Gesichtsfarbe die Aufregung abzulesen, aber Lea Charlotte war nicht minder nervös. Gleich zu Beginn der Übung gestaltete sich das sonst sichere Stützelement zur wackeligen Angelegenheit, hierfür mussten die beiden einen Zeitfehler hinnehmen. Doch davon ließen sie sich nicht weiter irritieren und turnten gewohnt überzeugend durch. Besonders selten und schön anzusehen war wieder einmal das Brückenelement mit der Brustlage. 

25,450 Punkte bekamen Lea Charlotte und Vivien für ihre Balance-Übung und erreichten einen vielversprechenden 10. Platz.

Die Goldmedaille ging an das starke Duo aus Schwerin Camille Herrmann & Lilly Kutta, Silber erlangten Patricia Eichhorn & Lea Poos (Pfungstadt) und Bronze sicherten sich Tanja Scholte & Jördis Leppuhner vom DSC.

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Im zweiten Durchgang galt es die Dynamik-Übung, die schwierigere Kür für beide, gut zu meistern. Die ersten Elemente wurden sauber und überzeugend geturnt, beim gestreckten Rückwärtssalto von Lea Charlottes Schultern schlich sich dann aber doch so manche Unsauberkeit ein. Auch in der zweiten Übung wurde die Nervosität wieder deutlich, Vivien, einen kurzen Moment etwas orientierungslos, turnte plötzlich in die falsche Richtung. Aber das war gar kein Problem, Lea Charlotte wusste schnell und selbstsicher darauf zu reagieren und sie konnten noch ihren letzten Salto sicher stehen - hat etwa jemand was bemerkt?
Zu Recht strahlten beide nach ihrer letzten Übung und freuten sich über einen guten 15. Platz bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft.
Es gewann erneut das Damenpaar aus Schwerin gefolgt von Tanja Scholte & Jördis Leppuhner (DSC) sowie Nancy Deger & Lilly Radeck (Hoyerswerda).


Bei eurer ersten großen nationalen Meisterschaft habt ihr euch wirklich gut geschlagen! Nervosität spielt vor allem bei solch einem Ereignis eine große Rolle, ihr könnt sehr stolz darauf sein, dass ihr trotzdem alles so gut gemeistert habt!

Herzlichen Glückwunsch!!!


Offene Kreismeisterschaft in Taucha


28. April 2012


28. April 2012, der Tag der 3. Offenen Kreismeisterschaft in der Mehrzweckhalle Taucha. Ein Wettkampftag mit rund 240 Sportlern, acht Vereinen, aber auch ein heißer Tag mit gefühlten 30 °C in der Turnhalle.
An allererster Stelle gebührt all denjenigen ein großes Dankeschön, die für das Gelingen dieses Tages verantwortlich waren. Manch einer organsierte schon Wochen vorher den Kuchenbasar und ein anderer machte die Nacht zum Tag, um alles pünktlich fertig zu bekommen. Nicht zu vergessen sind die vielen fleißigen Hände vor und hinter der Wettkampffläche, ebenso die beiden Kampfgerichte, welche an diesem Tag einen straffen Zeitplan ohne Pause einzuhalten hatten - auch das gelang bis auf kleine Verzögerungen im Kampfgericht 2 sehr gut ;)

Aber wie war die turnerische Bilanz des Tages?

Insgesamt 15 erste Plätze, 11 Silbermedaillen und 4 mal Bronze konnte der Akrobatik Club Taucha für sich entscheiden. Davon ging eine einzige Medaille - eine Goldmedaille - im Bereich der Vorschüler an Senta. Für sie und alle anderen unserer Jüngsten war Samstag der allererste Wettkampf.
Dagegen konnten fast alle unserer schon routinierteren Neulingsklasse-Starter eine Medaille mit nach Hause nehmen. Gold ging hier an die Damenpaare Laura & Sophia und Lucia & Alicia sowie an die Damengruppe Alina, Meggy & Eva Maria.

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Obwohl Bronze chemisch gesehen lediglich eine Legierung aus Kupfer und Zinn ist, zählt es im Sprachgebrauch von Sportreportern natürlich trotzdem zu den begehrenswerten Edelmetallen. Jede unserer sechs WENA-Formationen konnte sich eines der drei Edelmetalle sichern. Ganz oben auf dem Siegerpodest standen dabei Gloria, Viktoria & Marie sowie Selina & Celine.
Die meisten Medaillen erturnten sich aber die Sportler der Nachwuchsklasse, denn gleich neun Gold- und Silbermedaillen blieben in Taucha. Klara, Alexa & Alungua, Nic & Lydia, Julia & Lisa Marie, Anja & Jasmin und Alexa mit ihrer Podestübung ließen alle Gegner hinter sich.

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In der Vollklasse waren lediglich Antia und Lea Charlotte & Vivien in der Lage gegnerische Formationen zu übertreffen, was zum Großteil am geringen Startfeld in anderen Disziplinen lag, die gezeigten Leistungen aber auf keinen Fall schmähen soll. Gold für Antia und zweimal Silber für Charlotte & Vivien sowie fünf weitere Medaillen waren letztlich das Resultat dieser Leistungsklasse.

Für zwei Sportlerinnen hatte der Gewinn einer Goldmedaille sicher auch einen traurigen Beigeschmack, denn für Laura und Lucia war diesen Samstag auch gleichzeitig der letzte Wettkampf in unserem Verein. Erst 2011 sind sie zum Akrobatik Club gekommen und hatten viel Freude am Training und den Wettkämpfen, nun ziehen die beiden aber leider weg.

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Laura und Lucia, wir hoffen, dass ihr uns gut in Erinnerung behaltet und wünschen euch viel Glück und Erfolg auf eurem weiteren Lebensweg!!!




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