Internationales Nachwuchsmeeting &
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Junioren/Senioren

30. September bis 3. Oktober 2011 in Baunatal

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528 Kilometer, fast 14 bangende Minuten und 1615 Bilder später
, ist es Zeit das vergangene Wochenende einmal in Worte zu fassen.


Freitagnachmittag begann die Reise in das südhessische Baunatal. Mit den gerade einmal rund 27600 Einwohnern kann Baunatal kaum mit Kassel mithalten. Sportlich gesehen sieht das jedoch anders aus, wie bereits vor zwei Jahren wurde hier das Internationale Nachwuchsmeeting zusammen mit der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Junioren und Senioren ausgerichtet. An diesem internationalen Turnier teilnehmen zu dürfen, ist das große Ziel für alle Nachwuchsakrobaten, umso erfreulicher, dass sich gleich drei unserer Damenpaare sowie Antia und Laura für die DMM qualifizieren konnten.

Während wir Freitagabend im Hotel noch das Zimmerchaos klärten, wurden nebenan in der Stadthalle bereits die Startnummern für den folgenden Tag ausgelost. Samstag früh hieß es dann für alle: zeitig aufstehen, Haare machen, frühstücken und schnell in die Halle zum Einturnen. Schon kurz nach der offiziellen Eröffnung stand allen die Aufregung ins Gesicht geschrieben - es wurde langsam ernst. Das Teilnehmerfeld von 21 Damenpaaren und die Konkurrenz war groß, eine Finalteilnahme nur für die besten acht möglich.

Als erstes Damenpaar vom Akrobatik Club Taucha durften Anna und Paula auf die Matte. Für sie schien es mit Startnummer 6 kein besonders guter Anfang zu werden, da sich das Kampfgericht zu Beginn des Wettkampfs erst einmal einwerten muss. Mit einer guten und fehlerfreien Übung erturnten sich die Beiden 24,700 Punkte - für uns alle und vor allem für Anna und Paula eine enttäuschende Wertung. Mit einer Finalteilnahme rechnete in dem Moment niemand mehr.

Mit Startnummer 38 wurde es dann für Julia und Lisa-Marie ernst. Beide waren sehr aufgeregt, war es doch der erste große gemeinsame Wettkampf - für Lisa-Marie sogar ihr erster großer Wettkampf überhaupt. Mit ihrer mitreißenden Choreografie überzeugten sie das Kampfgericht. Ein zu kurz gehaltener Stütz sowie ein Abzug für die Kleidung brachten ihnen "nur noch" 24,217 Punkte.

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Bereits acht Startnummern später betraten Josefine und Maria die Matte. Die Übung verlief ebenfalls gut, aber auch diesmal mussten sie einen Abzug für ihren Handstandaufgang in Kauf nehmen. 24,533 Punkte - eine gute Wertung, aber wo kamen die 0,3 Punkte Abzug her? Ein Zeitfehler? Selbst nach eingehender Videoanalyse konnten wir uns diese Frage nicht beantworten.

Das Fazit dieses Tages, nach Aufregung, Anstrengung, Freude und Tränen, war ein 14. Platz für Julia und Lisa-Marie, ein 9. Platz für Josefine und Maria und dann doch der Finaleinzug für Anna und Paula. Alle haben ihr Bestes gegeben, eine wirklich solide Leistung gezeigt und wissen nun an welchen Elementen noch gefeilt und welche Choreografien noch optimiert werden müssen.

In der Mannschaftswertung erreichte Sachsen I knapp vor Puerto Rico den 3. Platz mit 75,267 Punkten. Über die Silbermedaille freuten die sich Gastgeber Hessen und als klarer Sieger des Tages setzte sich die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern an die Spitze.

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Am nächsten Tag präsentierten die Finalisten noch einmal ihre Übung und kämpften um die begehrten Medaillen. Dabei standen für alle Teilnehmer die Chancen gleich, denn die Wertung vom Vortag zählte nicht. Anna und Paula waren diesmal zwar später dran, die Aufregung war aber sichtbar größer. Wieder folgte der gleiche Ablauf: einturnen, Anzug an (manch einer zieht ihn vor Aufregung auch schon zwei Stunden vorher an), Haare machen, schminken, warten und die gegnerischen Paare beobachten.

Gesundheitlich angeschlagen und völlig nervös betraten Anna und Paula die Matte. Sie hatten sich vorgenommen alle Elemente richtig lange auszustehen, um heute keinen Abzug zu riskieren. Beide wollten diesmal alles besonders gut machen, schafften am Ende aber ihre Musik nicht und mussten trotz allem einen Zeitfehler hinnehmen. Etwas ärgerlich und bedrückt nahmen sie ihre Wertung hin: 24,00 Punkte, am Ende trotzdem ein guter 7. Platz.

Nur wenige Stunden später wurde die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Junioren und Senioren eröffnet. Angereist waren dafür Sportler aus Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Württemberg.

Für die Mannschaft aus Sachsen gingen das Mixed Paar aus Dresden Schamber/Dietze, die Gruppe vom TuR Dresden Hitzer/Gocke/Juhr und unser Damenpaar Antia und Laura an den Start.

Franca Schamber und Rico Dietze, die gerade einmal ein halbes Jahr zusammen trainieren, konnten ihre Schwierigkeit im Vergleich zur Deutschen Meisterschaft im Juni erhöhen, standen aber leider nicht alle Elemente wie geplant. Romy Hitzer, Susann Gocke und Sarah Juhr zeigten, dass sie sich gut auf die kommende Europameisterschaft vorbereitet haben. Als letzte Starter der Sachsenmannschaft gingen Antia und Laura mit ihrer Balance-Übung, mit der sie im Juni noch den Deutschen Meistertitel erkämpft hatten, an den Start. Schon ein Zeitfehler von Antias Schweizer zu Beginn der Übung ließ alle zittern. Der eigentliche große Fehler folgte zugleich: Laura misslang das Aufgrätschen auf dem Spagatstand. Trainingsrückstände machten sich auch im weiteren Verlauf der Übung deutlich bemerkbar. Es war nicht der Tag von Antia und Laura - und irgendwie auch nicht "der Tag der Sachsen".

Zum Schluss belegte die Mannschaft aber dennoch einen guten 3. Platz mit 71,34 Punkten, hinter Hessen und dem Spitzenreiter Württemberg.


Sportfest in Taucha am 10. September 2011

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Unser diesjähriges Sportfest zum Ablegen des Deutschen Sportabzeichens veranstalteten wir diesmal gemeinsam mit den Leichathleten des LC Taucha. Den Auftakt bildeten vier Auftrittsprogramme unserer Sportakrobaten. Danach wurde dann bis ca. 15 Uhr gerannt, gesprungen, geworfen, gestoßen, gespielt, geturnt und ordentlich geschwitzt. Bei 28°C im Schatten war dies eine Herausforderung, die jedoch alle Teilnehmer - sowohl Leichtathleten als auch Sportakrobaten - mit Bravour meisterten. Die Erwachsenen Herren bildeten mit ihrem 3000-Meter-Lauf den Abschluss.

Gerade das Ziel erreicht, ging das Programm bereits mit der Eltern-Kind-Olympiade weiter. Nach einer kleinen humorvollen Erwärmung ging der eigentliche „Kampf“ los. In den Kategorien Ü50, U50 und U40 (Alter des Kindes und Elternteils wurden summiert) wurden jeweils die drei besten Teams gesucht und später mit einer Medaille geehrt.

Herzlichen Glückwunsch an Familie Pusch zum zweiten Platz sowie Familie Fechner und Familie Börner zum ersten Platz in der Kategorie U50.

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Direkt im Anschluss an unsere kleine Olympiade fand ein Basketballturnier mit gemischten Teams aus Leichtathleten und Sportakrobaten statt. Die Sonne prasselte noch immer gnadenlos auf die Spieler ein und für unsere Sportakrobaten war es vor allem der Kampf mit der eigenen Körpergröße ;-)Nun waren noch einmal Auftrittsprogramme unserer Sportakrobaten an der Reihe. Sie verzauberten das Publikum mit ihrem Können, bevor es dann weiter mit einigen Auszeichnungen ging.

Wir kürten die beste/n Trainerin/Sportlerinnen des ersten Halbjahres 2011

Franziska Börner, Emily Müller, Seline Beller, Gloria Göthel, Josefine Tamme, Iljana Moreno, Anja Freudenthal und Katja Arnold,

ehrten die Siegerin (Laura Rahn war krankheitsbedingt nicht anwesend) bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft der Junioren/Senioren in Dresden

Antia Hofmann

sowie die Drittplatzierten mit der Mannschaft von Sachsen beim WENA-Pokal in Mainz

Anna-Sophie Jähne, Celine Lehmann, Vivian Giehler, Alina Brückner und Natalie Lindner.

Herzlichen Glückwunsch noch einmal an euch alle!!

Außerdem nahmen wir Abschied von unseren langjährigen Sportlerinnen Maria Naumann, Saskia Stiebitz und Luisa Gottschalk.

Alles Gute für euch und weiterhin viel Erfolg.

Den sogenannten offiziellen Abschluss bildete die Tombola, bei der – dank äußerst großzügiger Spender – kleine und große Preise, und als Hauptgewinn sogar ein iPad zu gewinnen waren. Freuen durfte sich über das iPad Anna Schröger (und Familie).

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Abschließend noch einmal ein großes Dankeschön an diejenigen, die im Vorfeld alles für einen reibungslosen Ablauf und die Ausgestaltung des Programms getan und organisiert haben sowie am Tag selbst als Helfer und Unterstützung zur Verfügung standen. Wir hoffen, dass es allen Spaß gemacht hat und freuen uns aufs nächste Jahr.